• Puch 230 GE - Sternchens kleiner Bruder

    Servus zusammen,


    es gab es seit längerem mal wieder Zuwachs... Da ich schon länger mal wieder ein Cabrio wollte, am besten robust, mit Automatik und logisch: 4x4. Gerne auch mit H-Kennzeichen in Reichweite, außer Konkurrenz fährt es sich bei den ganzen "Umwelt"-Kaspereien dann doch besser.


    Tja, so wahnsinnig groß ist die Auswahl da nicht. Die Wölfe sind alles Schalter, dazu etwas untermotorisiert - und alle die von der Vebeg kommen sind ehh kompletter Schrott. Dazu, dass man mit denen zuerst mal viel Arbeit hat, sind die viel zu teuer.

    Es gäbe zwar einige Alternativen im Markt, vom Pajero Cabrio über nen Defender bis zum Jepp Wrangler.

    Im Endeffekt habe ich mich für einen "Mercedes G" aus dem Hause Steyr-Daimler-Puch (heute Magna Steyr) entschieden.


    Ist also im Detail, nach etwas Recherche und ein paar Telefonaten) ein Puch 230 GE geworden, ex Schweizer Armee, BJ 1991, ziemlich ordentlicher Zustand. (Im Vergleich zu einem Pajero oder zivilen G aus der Zeit kann man das Auto als rostfrei bezeichnen.)


    Den Puch dann im tiefsten Bayern beim Alain Tirolf nahe der Tschechischen Grenze geholt, von dort kam auch das Sternchen.

    Der erste Tag mit insgesamt 450km Fahrt nach Hause verlief soweit prima. Das Auto läuft gut und weitgehend unauffällig. Beim einen oder anderen Geräusch muss ich mal herausfinden ob das beim G normal ist, oder ob da was zu tun ist. Die Benzinpumpe *erscheint* mir etwas zu laut, in Rechtskurven hört(e) man manchmal ein ganz leichtes "Lagergeräusch". Es war dann tatsächlich das Lager, welches aber inzwischen repariert ist. Wir haben dem Auto bei der Gelegenheit gleich eine komplette Revision der Vorderachse spendiert. Teileliste hätte ich auf Wunsch verfügbar.

    Für so ne alte Geländekarre fährt sich das Auto erstaunlich gut auf der Straße. Der Unterschied zu einem "PKW" ist nicht wirklich besonders groß. Bin mal gespannt wie er sich im Gelände macht... Normal sollte der ja schon auch fast überall hinkommen. Untersetzung, Sperren, etc. ist alles an Bord.


    Das "Witzigste": Das Auto hat alle 8 Sitzplätze eingetragen, 6 davon hinten ohne Gurtpflicht... :2thumbsup:


    Hier mal der eine oder andere Schnappschuss:


    Vergleich zum Pajero:



    Nach einer frischen Dusche aus dem Hause Kärcher:



    Ein "Größenbergleich" zum Sternchen:



    Ein Blick auf den 2,3l Mercedes Motor samt damals recht neuer Jetronic:



    Und den guten Zustand an den Achsen und Rahmen:



    Und sogar ein Zwillingsbrüderchen war zwischendurch zu Besuch... ;o))



    "Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben"
    Alexander von Humboldt (1769-1859)


    "Spezifikationen sind für die Schwachen und Ängstlichen!"
    Klingonischer Softwareentwickler (2292 - 2379)

  • Es war zwar etwas Arbeit, aber nach einer erste Runde "Lack aufarbeiten" sieht er schon wieder ganz ordentlich aus:



    Eventuell sollte man den Schweizer Rekruten etwas mehr zu Essen geben, die knappern sogar die Rückbänke an... ;)

    Naja, immerhin hab ich bei der gesamten Durchsicht im Detail nur SEHR wenig Rost entdeckt. Das ist schon mal eine gute Grundlage, das Fahrzeug lange erhalten zu können.

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  • Den bereits bekannten "Spannungswächter" hab ich natürlich auch im Puch verbaut, es ist der einer aus der ersten Serie nach dem Prototypen, den ich im Sternchen habe...


    Die Werte dazu:

    rot an: 23,2V

    grün an: 25,2V

    rot aus: 25,4V

    gelb an: 28,5V

    grün aus: 28,7V

    gelb blinkt: >= 29,7

    Aber Bilder zeigen mehr:


    So sieht das Bauteil aus:



    Wie immer muss man eine Stelle mit genug Platz "nach hinten" finden, um das Teil unterzubringen.

    Beim meinem Puch gab es einen Leerstopfen, perfekt.


    Löcher bohren und vorsichtig einpassen:




    Das Ganze dann mit Kunststoffkleber oder Heißkleber vergießen.

    Bei mir hat der Heißkleber besser funktioniert.



    Und wieder rein damit:




    Anschließen wie immer:

    Plus über eine abgesicherte Leitung an 24V Plus, z.B. bei den Instrumenten oder am Sicherungskasten, und dat andere Kabel eben irgendwo sinnvoll an Fahrzeugmasse.


    Hier noch ein hübsches Video zur Funktionsweise:

    http://jhau.maliwi.de/pfranc/video/vm3-uni-24.mp4


    Und ein Funktionstest:


    ÜBERSPANNUNG



    Erzeugt durch dieses Ladegerät, kurz vor Ladeende, alles korrekt!



    Gemessen mit einem MESSGERÄT, nicht mit einem Schätzeisen:



    Und wie erwartet, zur Probefahrt durch den Odenwald leuchtet das beruhigende grüne Lämpchen... :2thumbsup:





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  • Kleines Update.

    Wegen einem Radlager-Geräusch haben wir mal genauer geschaut. Ach - langer Rede kurzer Sinn, wir haben einfach gleich die halbe Achse revidiert.

    War auch nötig, vieles war noch Erstausrüsterqualität, teilweise rostig, Manschetten gerissen, etc...


    Teileliste für die Radlager und die Lager für die Lenkung, Dichtungen, etc.:


    A1083340025 (Radkappe) 2x

    A4609900260 (Mutter) 4x

    A4603321552 (Scheibe) 4x

    N000988019010 (Passscheibe) 2x

    A4603310080 (Dichtbeilage) 2x

    A4609970040 (Dichtring) 4x

    A0009815905 (Kegelrollenlager) 4x

    A4603320033 (Verschlussdeckel) 4x

    A4603310180 (Dichtbeilage) 2x

    A4603370485 (Faltenbalg) 2x

    A4603370092 (Spannband) 2x

    A4603370192 (Spannband) 2x

    A4603370559 (Ring) 2x

    A0129942441 (Sicherung) 2x

    713667390 (Radlagersatz) 2x

    A4603340020 (Deckel) 2x

    A4603340259 (Dichtring) 2x

    Natürlich de üblichen "Betriebsmittel" die man in der Werke braucht. UND:
    800 Gramm Fett pro Seite! Also besser mal 4 Tuben brauchbares Fett bereit legen... ;o))


    Kosten für die Teile sind ca. 700 EUR.


    Wenn man in Ruhe arbeiten kann, sollte man wohl einen Samstag einplanen.

    Achtung, ohne Spezialwerkzeug bekommt man die Achsmuttern nicht auf!


    Da ich nicht reproduzierbares und lästiges Vollgas-Stottern hatte, haben wir jetzt auch noch auf Verdacht ein paar weitere Teile getauscht. Benzinfilter, Verteilerfinger, Zündkerzen und den Verteiler mal genauer angeschaut/gereinigt. Ein Kabel zur Zündung neu Isoliert was von den gemeinen Wehrdienstleistenden falsch eingebaut war - und dadurch bereits angescheuert.


    Probefahrt war OK, das "Stottern" konnte ich nicht mehr reproduzieren, aber es war auch keine richtige Ausfahrt... Mal sehen wie das Wetter am WE so wird, sollte es trocken sein, dann kann man mal ne Runde drehen.


    VIele Grüße

    Gero

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  • Nach einigen völlig problemlosen Wochen und vielen Kilometern gab es dann doch wieder das "Stottern", dieses mal dann auch mit Totalausfall. Auto mit dem Hänger holen, etc. etc. ... Sehr lästig und zeitraubend.

    Dann viel Hickhack mit der Fehlersuche, nicht lieferbare (weil nicht mehr hergestellt) Ersatzteile, viel Unmut in jeder Richtung.


    Nachdem das eine oder andere Tauschteil aus baugleichen Fahrzeugen verbaut wurde, konnte man den Fehler auf den Induktivgeber der Zündung eingrenzen. Hier ein paar Lichbilder vom Zündverteiler. Dieser hat zwar zwei grundlegen verschiedene Funktionen, diese sind aber in EINEM Bauteil vereint, daher bleibt einem auch nichts anderes übrig dieses Teil als ganzes zu ersetzen oder zu revidieren...:







    Das Teil ist gerade zur Aufarbeitung und Reparatur, ich hoffe dass ich nach der "Sommerpause" wieder einen frischen ZV einbauen kann. Aktuelle fahre ich mit einem ZV aus einem baugleichen Auto.

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  • Ich war eigentlich nach der Erkenntnis mit den Ersatzteilen dann bereit, das Auto zu schlachten und einfach in Einzelteilen zu "verticken". Hätte einen vertretbaren monetären Verlust ergeben, aber das Drama hätte ein Ende gehabt.

    Der Aufschrei über diesen Plan war laut... Ich zitire z.B.: "Dieses Auto hat eine Seele! Das kann man nicht einfach schlachten!"

    ... So oder so ähnlich äußerten sich quasi alle, welche mit mir in dieser Zeit Kontakt hatten ...


    Na gut, ich bin kein Unmensch.

    Nach VIEL, wirklich sehr viel Zeit&Arbeit, Telefonate mit allerlei "Profis", mit Puch in Österreich, mit Mercedes/Daimler, Anfragen bei Bosch, etc. etc. etc. ... habe ich die eine oder andere Adresse herausgefunden, welche Anlass zur Hoffnung gibt. Daher durfte das Auto in einem Stück bleiben... ;o)


    Und weil ich keine Lust auf "Warten" habe und ja auch sonst ein total geduldiger Mensch bin, wurde kurzerhand ein baugleiches Auto beschafft, welches im Moment voll fahrbereit ist. D.h. alle Ersatzteile sind direkt verfügbar. ... Naja, dann eben so.




    Schauen wir mal, wie es mit den Autos so weitergeht.

    *Eigentlich* hätte der Puch mein Sommerauto sein sollen... Vielleicht klappt es ja dann 2019 mit dem Cabrio ...


    Viele Grüße

    Gero

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  • Hallo Gero,


    muss ich das so verstehen, dass Ihr in Zukunft immer mit 2 Autos unterwegs seid, um im Fall des Ausfalls zumindest mit einem Auto wieder nach Hause zu kommen? :2thumbsup: Macht zumindest mehr Spass als ständig mit einem Ersatzteilanhänger herum zu fahren!


    Viel Freude mit der Puch Sammlung und hoffentlich wenig Ausfälle und Pannen.


    Gruss

    Peter

  • Hi Peter,


    naja, die eine oder andere gemeinsame Ausfahrt mit feldgrauen oder olivgrünen Fahrzeugen wird es sicher geben... ;) Die nächste am 09.09.2018 im Odenwald.


    Im Moment gehe ich davon aus, dass wenn die Zündung einmal komplett durchrevidiert ist, das Auto eigentlich "nur" noch einmal ein komplettes Wunschlosglücklich-Wartungs-Paket braucht und dann zuerstmal gut und unauffällig laufen sollte.


    Vorderachse ist revidiert, Motor und Getriebe laufen geschmeidig, und der Rest vom Auto ist ja ziemlich robust. Dann sollte ne Weile Ruhe mit Ausfällen sein.


    Was aber tatsächlich ein beruhigendes Gefühl ist, ist die Tatsache, dass EGAL was kaputt gehen könnte, einfach in die Halle geht, das Teil abschraubt, einbaut, und hüh... :)

    Wenn man das Teil auch zeitnah wider ersetzt, so hat man auch in 10 Jahren ein Auto dort stehen, welches man einfach direkt Zulassen und Verkaufen kann.

    Eine Wertminderung sehe ich bei diesen Autos eh nicht, im Gegenteil...

    Die Preise für einen ordentlichen 230 GE sind in den letzten 2 Jahren bereits um ca. 15% gestiegen.


    Allerdings werden demnächst einige "50er-Pakete" aus der Schweiz auf dem Markt "gespült", das wird wohl zuerstmal etwas auf den Preis drücken. Kommt halt auf die Verkäufer an ob die sich selber den Markt kaputt machen... :unschuld:


    Auf jeden Fall werden die 24V-Zündungen bereits jetzt in Gold aufgewogen, und das wird in Zukunft noch schlimmer.

    Beispiele?!:

    Ein revidierter Zündverteiler schlägt aktuell mit 2700 EUR zu Buche...

    Ein Zündschaltgerät - gebraucht und ohne Gewährleistung - kostet aktuell 1500 EUR...

    Ein Satz Zündkabel wechselt für knapp 1000 EUR den Besitzer...

    Die Zündspule gibt es mit 170 EUR quasi als Schenkung...

    Und Zündkerzen - wie Dankbar - 4 EUR pro Stück ...

    Aber auch andere Bauteile werden vergoldet. So kostet eine Bremszange (EINE) beeindruckende 670 EUR.


    Tja, es wird schnell deutlich, dass sich so ein Ersatzfahrzeug durchaus lohnen kann. glaskugel


    In diesem Sinne, :hde: , viele Grüße

    Gero

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  • Hallo Gero,


    die Fa. Schüler Wehrtechnik GmbH

    Auf der Heide 7

    65553 Limburg a.d. Lahn

    Tel: 06431 9483 0

    (nach Herrn Tobias Rutz fragen)


    Arbeitet für die Bundeswehr, aber auch für Privatleute Bremsen auf, zu Preisen, die deutlich unter after-market Preisen liegen, sowohl Unimog als auch G. Sollte es da also Probleme geben, würde ich dort zumindest einmal nachfragen.


    Ansonsten wieder gute und pannenarme Fahrt mit dem Puch!


    Gruss

    Peter

  • Hi Peter,


    Bremssättel zu revidieren ist eigentlich kein Hexenwerk. Habe ich zusammen mit meinem Meister Fritz schon beim Pajero gemacht, ist für 2 Sättel ca. einen halben Tag, dann sehen die aus wie neu und sind mit neuen Dichtungen, Kolben, etc. ausgestattet. Und, wenn man das einmal gesehen hat, dann geht das auch in der eigenen Werke.

    Aber - sind wir ehrlich - das lohnt sich nur wenn ein Sattel über 200 - 300 EUR kostet. (Keine Ahnung was die Unimog-Sättel im Moment kosten?)...


    Für den Mercedes "G" / Puch gibt es für 300 EUR neue von ATE (vielleicht soagr baugleich mit dem OE?), da greift man m.E. im Zweifel eher zum Neuteil...

    Beim Pajero kostet ein neuer Sattel 130 EUR, da war die Revision teurer als das Neuteil... Naja, kann passieren... ;o))


    Viele Grüße

    Gero

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  • Tach Gero,


    finde ich ja genial, sich als Ersatzteilversorgung einfach mal einen zweiten Puch anzuschaffen.


    Allerdings wäre das nichts für mich, ich würde das nicht übers Herz bringen dem einen was auszuoperieren.

    So schön wie die beiden dastehen müssten bei mir beide laufen ^^


    Wünsche Dir auf jeden Fall, dass Du Deine Fahrzeuge schnell wieder in Gang bekommst, ohne eine Notschlachtung durchführen zu müssen :pff:



    Grüße


    Pascal

  • Hi Pascal,


    in der Tat ist es auch so, dass das Auto ja "am Stück" bleiben soll.

    Also wenn ein Teil "entnommen" wird, soll es in endlicher Zeit wieder beschafft oder revidiert werden, und wieder dem Ersatzteilfahrzeug zugute kommen...

    Auf die Weise sollte das Auto dauerhaft fahrbereit sein und bleiben...


    Wie oben geschrieben, "kurz mal" das eine oder andere Teil zu beschaffen fällt aus, dazu sind die 24V-Puchs einfach doch zu große Exoten. Aber so sollte ich eine ganz brauchbare Lösung gefunden haben. Und ja, klar, ein kostenneutrales "Hobby" ist das echt nicht mehr... ;o))

    Aber was soll's, der Staat scheint mehr als genug Geld zu haben (braucht also keins mehr von mir), auf der Bank verliert's (bereinigt) an Wert, also wird in Metall investiert. ;o))


    Viele Grüße

    Gero

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  • Die Puchs stehen nun in guter Gesellschaft.





    Ist jetzt die Frage wer hier auf wen aufpasst... ;o))

    Auf jeden Fall dürfte sich der kleine Alpha jetzt sicher fühlen, oder??? ;)

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  • Und dieses Wochenende sind se alle mal beieinander... Wartungstage stehen an... :



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  • Grüßgoddle!


    Wie die Zeit verfliegt, der erste "echte" TÜV steht für den PUCH ins Haus... Bzw. für die Puchs, denn Tobi (hier auch mit seinem Mog bekannt) hat ja quasi den baugleichen mit gleichem TÜV-Datum.

    Tja, und das was der Schweizer Sparfuchs an den Autos gespart hatte, "durften" wird jetzt mühsam nachrüsten. OK, was ist an dem Auto nicht mühsam... :unschuld:


    Naja, es geht um die fehlende...:

    NEBELSCHLUSSLEUCHTE

    ... welche seit dem 01.01.1990 verpflichtend ist. Tja... wir sind BJ 1991. Also frisch fromm fröhlich frei an Werk.


    Die Details erspare ich euch, aber es hat SEHR viel Zeit und Arbeit gekostet, bis der Scheiß so gelöst war, dass es der Srtaßenverkehrsordnung einerseits, und den eigenen Qualitätansprüchen andererseits ... entspricht.


    Langer Rede kurzer Unsinn und in Kürze:

    - Strom für die Nebelschlussleuchte wird von Klemme 56 des Nato-Schalters geklaut

    - Als beleuchteter Schalter kommt der alte Kippschalter der Rundumleute zum Einsatz

    - Strippe wurde neu nach hinten ins Auto gezogen

    - Fräs- und Schweißkunst in der Stoßstange dank Tobis Kumpel im Ländle

    - NSL baugleich mit der Rückfahrleuchte von HELLA, nur mit rotem Glas

    - NSL kommt in eine sauber rausgefräste Öffnung in die linke Stoßstange, incl. hübsch angeschweißter Halterung dazu, parallel zur RFL


    In Bildern sieht das so aus:


    Schalter mal ausbauen um zu sehen was Ding eigentlich von einem haben will:





    Aha... Immerhin nach Abendländischer Ingenieurskunst beschriftet, damit kann man was anfangen. (OK, als Elektrolaie dauerst einen Moment, aber geht irgendwann...)


    Die alten Pins mussten wir nochmal nehmen, die gibt es trotz Recherche und Zusammenarbeit mit dem Boschdienst nicht mehr in "neu". Keine Chance, das hat mich echt Zeit gekostet... Lästig.


    Egal, weiter ging's... Strom klauen von hier:




    Nach der Fräsaktion alles runterschleifen und Grundieren:



    ... und nach 2 Lackschichten ... Schwupps ... schon fertig:



    Und sieht dann so aus:




    Bevor jemand fragt, ja, an meinem Auto passt die Farbe nicht, obwohl ich extra 2 verschiedene RAL-Farben bestellt habe. An der Stelle muss ich leider nochmal ran.

    Aber die Lösung ist auf jeden Fall VIEL VIEL besser als was die anderen Jungs so für den TÜV an ihre Puchs und Wölfe bauen, für den Moment kann man nicht unzufrieden sein.


    Viele Grüße

    Gero

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  • Hallo Gero, hallo Tobi,


    sehr schöne Aktion, vor allem, wenn das Ergebnis "besser als neu" ist. :2thumbsup:


    Bei den schweizerischen Fahrzeugen kommt man mit dem RAL-Farbschema meist nicht weiter - RAL stand schliesslich mal für "ReichsAusschuss für Lieferungen und Leistungen"!=O


    Wie die meisten Armeen hat das schweizerische Militär seine Farbschemen im Laufe der Zeit mehrfach geändert: Von 1948 bis ca. 1961 waren die Fahrzeuge in "KTA 159 Feldgrau" lackiert, das ab 1960 nach und nach durch "KTA 13754 Gelbolive" ersetzt wurde. Zwar gibt es auch Fahrzeuge, die eine RAL 6031 bronzegrüne Grundlackierung haben, allerdings meines Wissens nur Leopard 2 und Radschützenpanzer und das in Verbindung mit einer Mehrfarbenlackierung, vergleichbar der der Bundeswehr.


    Das Schöne an den stumpfmatten Tarnfarben ist, dass Farbunterschiede nicht auf den ersten Blick auffallen. Solange es nicht rostet....


    Viel Spass beim Fahren!

    Gruss

    Peter

  • Hi zusammen,


    zum Testen hab ich jetzt mal 2 Dosen von der KTA-Brühe geordert.

    Schauen wir mal, ob das besser passt, wobei ich meine Zweifel habe. Laut Alain ist es echt schwer an eine Farbe ran zu kommen, welche genau dem Lack der Schweizer entspricht. (Selbst die Scheizer selber scheinen da Mühe zu haben, wenn man mal anschaut, wie die Reparaturstellen mit unterschiedlichen Farbtönen nachlackiert wurden...) ... ;o)


    Aber zum Glück ist das ein Thema was noch 2 Jahre Zeit hat, erst dann steht bei den Autos das H-Kennzeichen an...


    Viele Grüße

    Gero

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  • Hallo zusammen,


    vielleicht noch ein Hinweis zu Tarnfarben: Militärfahrzeuge sollen (normalerweise) nur mit Leistung, aber nicht mit dem Lack glänzen. Deswegen wird der Lack mit Teilchen versehen, die den Lack abstumpfen lassen; im Klartext: Der Lack hat eine raue Oberfläche. Auf diesen Teilchen haften die farbgebenden Segmente schlechter als auf deren Gründung, weshalb die meisten älteren Fahrzeuge eine "ausgewaschen" aussehende Lackierung haben. Dies lässt sich zwar durch einen durchsichtigen Klarlack vermeiden, die Kosten dafür hat sich die Bundeswehr aber in den 80er und 90er Jahren gespart. Von daher muss man damit rechnen, dass ältere Militärlacke noch stärker als "normale" Lacke altern und ihr Aussehen verändern.


    Gruss

    Peter

  • Hi,


    gegen das "Ausbleichen" bzw. dieses hellere ausgeschwaschene Aussehen kann man recht gut was machen.

    Aber Bilder sprechen mehr als Worte, hier am Beispiel von Tobis Auto:



    Ziemlich beeindruckend der Unterschied "vorher/nachher" ...


    So sieht es dann fertig aus:



    Die Jungs von Y-Reisen haben dazu einfach Diesel genommen, wir haben bei den Puchs Ballistol verwendet. 2-3 Dosen reichen für das ganze Auto. Hält dann, je nachdem wie viel das Auto Regen sieht, wieder über ein Jahr.


    Vieler Grüße

    Gero

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  • Hallo Gero,

    und diejenigen welche gleichzeitig noch etwas mehr gegen Korrosion unternehmen, verwenden Orwatrol.
    Gleicher Effekt, nur etwas Dicker in der Schicht und vielleicht nicht ganz so flüssig.
    Hält bei meinem Mog auch unten ganz gut.
    Jetzt glänz er mit Leistung und Lack

    Gruß
    Thomas