Frontwinde montieren - aber wie?

  • Hallo,


    ich war bis jetzt eigentlich immer ein vehementer Gegner einer Selbstbergefrontwinde - aber unsere Mauretanientour hat mich doch etwas bekehrt. Wir sind zwar auch dieses Mal - ohne Sandbleche dabei zu haben - mit der Reifendruckregelanlage und den Beadlocks immer durch gekommen - aber die gewählte Strecke war doch grenzwertig.


    Die Montage einer schweren Elektrowinde (85 kg) - unser Getriebe hat keine Vorrüstung für die Montage eines Nebenabtriebes - bereitet mir jedoch Kopfzerbrechen.


    Ich möchte ganz unbedingt das vordere Zugmaul weiter benutzen können.


    Die Winde käme dann also entsprechend hoch.


    Und ausserdem verlangt die Kühleranlage bei unserem Unimog das weit nach vorne reichende Frontgrill.


    Ich kann also nicht die Montage so vornehmen, wie sie Ubelix hier eigentlich sehr ordentlich konstruiert und beschrieben hat:


    http://www.ubelix.de/Ausbau/ausbau-03.htm


    Unsere Winde müsste also wgen den Kühlern und dem Kühlergrill deutlich weiter nach vorne montiert werden, wie es hier bei dem blauen Hellgeth Doppelkabiner Unimog zu sehen ist:


    https://mbs.mercedes-benz.com/…en/14-siege-in-folge.html


    Da hängt sie mir persönlich viel zu weit vorne und ich befürchte auch Schwingungsrisse wenn sie bei längeren und entsprechend üblen Wellblechpisten da ihr erhebliches Gewicht dauerhaft schwingen lässt.


    Jetzt habe ich doch noch eine für uns beispielhafte und stabil aussehende Lösung gefunden:


    https://www.hellgeth.com/wp-co…ery/unimog-4/100_2418.jpg



    Gruß


    Rolf

  • Hallo Rolf,


    mein U1300L hat eine hydraulisch Werner-Frontseilwinde, deren Hydraulik allerdings durch eine Zapfwelle angetrieben wird. Die Winde (incl. Seil) wiegt rd. 200 kg (!) und ist vor dem Rahmen montiert. Die Länge des Fahrzeugs verlängert sich durch die Winde immerhin um 390 mm. Zumindest mir ist nicht bekannt, dass es bei dieser Variante des U1300L signifikante Probleme mit der Dauerfestigkeit der Art der Aufhängung gab bzw. gibt. Die Werner Winde führt allerdings zu einem Verlust von 10%-Punkten beim Böschungswinkel.


    Mir ist auf den Bildern von Mercedes und Hellgeth aufgefallen, dass dort hydraulische Winden montiert sind und keine elektrische Winden. Den Unterschied halte ich, angesichts der Erfahrung mit der recht schweren Werner-Winde für nicht ganz so entscheidend. Bei der Masse von 85kg einer elektrischen Winde in Vergleich zu rd. 200 kg bei der Werner-Winde sollte eine, sich an der Hellgeth-Lösung orientierende Aufhängung, mühlos auch dauerfest die Beanspruchung einer Wellblechpiste ertragen.


    Liebe Grüsse

    Peter

  • Hallo Rolf,


    herzlichen Glückwunsch! Eine wirklich sehr ansprechende Lösung, die mich ins Grübeln bringt, ob ich meine schwere Winde nicht doch ersetzen soll. Überschlägig würde ich mindestens rd. 100 bis 150 kg an Masse auf der Vorderachse sparen, bei Entfernung der Frontzapfwelle noch mehr. Einziger Nachteil - für die vergleichbare Reichweite der Werner Winde braucht man noch ein Reserveseil.


    Mal schauen! Ganz herzlichen Dank für den Fortschrittsbericht!


    Liebe Grüsse

    Peter