Neuling | Begrüßung

  • Ahoi und guten Tag an ALLE !


    Ich bin neu hier.
    Kenne mich auch noch nicht wirklich aus in eurem Forum. Hab schonmal rauf und runter und quer gelesen; sehr viel interessante Sachen, die ich da gesehen habe.


    Ich überlege oder gedenke mir einen Kindheitstraum zu erfüllen und mir einen Unimog anzuschaffen.

    Erfahrung hab ich mit einem 406 schon gemacht, den ich beim Cousin oft gefahren bin. Bei der Bundeswehr dann Kat1 8x8 und Unimog 1300L gefahren ;)

    Und das Kribbeln hört nicht auf. Ich hätte nur zu gerne auch einen Unimog.

    Nur wo finde ich einen? Bezahlbar. Nicht zu abgewrackt.
    Schrauben kann ich einiges. Nicht alles.
    Und Detailwissen kann man so wie es mir scheint, hier reichlich bekommen.

    Hat jemand Tipps, wo ich mal schauen könnte/sollte?
    Hat jemand Erfahrung mit Vebeg-Unimogs?

    Was muß man für einen fahrbereiten, halbwegs gut erhaltenen 1300L zahlen? Hat da jemand Erfahrung?


    Ich freue mich auf dieses Forum und euer feedback.

    Beste Grüße,
    bis bald ...

    Matthias

  • Hallo Matthias,
    Bei der Marktbeobachtung ist Peter hier im Forum deutlich besser wie ich.

    Zumindest 3 mit bekannte Unimogs 1300L haben mit den VEBEG Fahrzeugen gute Erfahungen gemacht. Nur das war vor 10 Jahren ob das heute bei dem auch dort ausgedünnten Markt noch der Fall ist kann ich nicht sagen.


    Vermutlich besser in Schuß gehaltene Fahrzeuge werden von den Feuerwehren angeboten. Die sind zum Teil auch mit wirklich schnellen Achsen versehen und laufen schon von Haus aus 105 kmh. Im Unimog Vokabular heißen diese sehr schnelle Achsen.

    Es kann auch durchaus Sinn machen über die deutschen Landesgrenzen hinaus zu suchen.
    Das liegt natürlich auch an den gestellten Rahmenbedingungen. Wer Kat gefahren ist, sollte eigentlich einen LKW Führerschein haben, und kann die schwerere Unimog Baureihe einsetzen.

    Gruß
    Thomas

  • Hallo Matthias,


    willkommen hier im Forum!


    Es ist sicher nicht verkehrt, wenn Du Dir die Kaufberatung von uns mal genauer anschaust:

    Kaufberatung (SBU)


    Und hier kannst Du auch mal zur Sicherheit reinschauen:

    Verkaufsbezeichnungen, Baumuster, Baugruppen, Datenkarten und FIN/VIN


    Bei der VEBEG gab's früher ganz brauchbare Fahrzeuge, inzwischen ist da nur noch wenig Licht, dafür viel Schatten.

    Das meiste ist schwer reparaturbedürftiger Schrott, und einige Teile sind schwer zu beschaffen. (Oder teils gar nicht mehr verfügbar...).


    Wie sich die Preise entwickelt haben, das kannst Du evtl. hier ein klein wenig herauslesen:

    Unimog Marktbericht


    Du solltest einige Monate für Deine Suche einplanen, den "richtigen" Unimog zu finden kann per Zufall sehr schnell gehen (14 Tage bei uns), aber auch schon mal das eine oder andere Jahr in Anspruch nehmen...

    Schau die üblichen kommerziellen Plattformen durch, schalte Dir Suchaufträge, und auch die Zoll-Auktion ist eine Möglichkeit. Dort werden u.a. die von Thomas angesprochenen Feuerwehrfahrzeuge angeboten. So ein "rotes" Auto ist im Moment vielleicht keine so schlechte Wahl, die sind meist soweit OK. Je nach Feuerwehr und dem Engagement der jeweiligen Leute halt...


    Viel Erfolg und viele Grüße

    Gero

    "Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben"
    Alexander von Humboldt (1769-1859)


    "Spezifikationen sind für die Schwachen und Ängstlichen!"
    Klingonischer Softwareentwickler (2292 - 2379)

  • Hallo Matthias,


    eine Zeit lang habe ich versucht, eine Art Marktübersicht bei Behördenfahrzeugen zu erstellen. Allerdings gab es keine Rückmeldungen, weshalb ich in letzter Zeit wenig Zeit in das Projekt investiert habe. Angeboten werden solche Behördenfahrzeuge in erster Linie von der VEBEG oder auf der Versteigerungsplattform "zoll-auktion".


    U1300L, die von der VEBEG angeboten werden, stammen überwiegend von der Bundeswehr. Während vor einigen Jahren die Bundeswehr noch relativ gut erhaltene Fahrzeuge - nicht nur Unimogs - abgab, sind die meisten zur Zeit versteigerten ex-Bundeswehrfahrzeuge "verbraucht". Eine gewisse Sonderstellung nimmt das Bundeswehrdepot in Karlsruhe-Knielingen ein. Dort stehen Fahrzeuge, die aus welchen Gründen auch immer überflüssig waren, entweder, weil sie verbraucht waren, weil die Einheit aufgelöst wurde oder weil sich der Einsatzzweck geändert hat. Selten kommen dort auch nahezu ungebrauchte Depotfahrzeuge zur Versteigerung. Wenn einem der Weg nach Karlsruhe nicht zu weit ist, sollte man bei Interesse dort mal hinfahren. Die Fahrzeuge im Bestand der Bundeswehr kann man nur besichtigen, Fahrzeuge in kommunalem Besitz kann man typischerweise Probefahren, zumindest einmal anlassen. Bei der VEBEG hat man nur einen "Schuss" bei der Versteigerung; man vor Ende der Auktion hat keinen Überblick über die Lage der Konkurrenzangebote und erfährt in der Regel 24h nach Ende der Auktion welches Gebot den Zuschlag erhielt.


    Bei zoll-auktion werden in erster Linie kommunale Fahrzeuge angeboten, seit gut einem Jahr sieht man dort recht häufig recht gut erhaltene Feuerwehrfahrzeuge mit relativ geringen Laufleistungen. Solltest Du z.B. an einem Unimog mit Doppelkabine Ausschau halten, ist zoll-auktion.de mit Sicherheit die Versteigerungsplattform der Wahl. Die Versteigerung bei zoll-auktion läuft im Prinzip ab wie bei ebay. Man muss also kurz vor Ende der Auktion online sein und die Gebotsentwicklung genau verfolgen.


    U1300L mit Motor OM352 kosteten in - nach der Beschreibung auf den Versteigerungsplattformen - halbwegs vernünftigem Zustand bis ca. 20.000 €. Die Bundeswehr erhielt die letzten U1300L mit OM352 im April 1987. Fahrzeuge mit Erstzulassungsdatum ab Juli 1987 sind in der Regel Unimogs mit dem OM366A, also einem 5,9l 6-Zylinder Dieselmotor mit Abgasturbolader. Von der Leistung her unterscheiden sich die Motoren nicht wesentlich, vom Drehmoment und den Leistungsreserven her schon. Deshalb sind die Fahrzeuge mit dem OM366A gesucht und deutlich teurer: Hier gingen in den letzten 2 Jahren die Preise bei 25.000 € erst los (jeweils incl. Umsatzsteuer).


    Feuerwehr-Unimogs haben eher selten den OM366A, dafür aber häufiger den OM352A, also den 5,6l, 6 Zylinder Dieselmotor mit Abgasturbolader. Der hat dann nicht nur 96kW Leistung, sondern 124 kW und 10% mehr Drehmoment als der Saugmotor. Da die Feuerwehrfahrzeuge wenig standardisiert waren, bestimmt nicht nur die Motorisierung den Preis. Im Moment wird auf zoll-auktion ein U1300L mit Doppelkabine, langem Radstand (3,7m) und OM352A angeboten. Meine Vermutung ist, dass das Fahrzeug bei einem Gebot um die 30.000 € den Zuschlag erhalten wird; die Auktion endet am 19.September.


    Wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Projekt, wenn Du Fragen hast, werden wir sicher gern versuchen, Dir zu helfen.


    Gruss

    Peter