Posts by FY 435

    Hallo Rolf,


    bei den Bundeswehr U1300L ist die zulässige Anhängelast ungebremst 2.300 kg, mit Auflaufbremse 7.500 kg und mit durchgehender Bremse 9.500 kg. Quelle: TDv 2320/057-12, S. 15


    Von daher kann ich mir nicht vorstellen, dass Euer Fahrzeug vom Rahmen her weniger ziehen kann als mein U1300L. Eine Hecktraverse habe ich übrigens noch übrig ;).


    Zur Kupplung müsste ich unsere Unimogvertretung fragen (ZAGRO, Herr Bucher).


    Viele Grüsse

    Peter

    Hallo Torben,


    schön, Dich hier zu sehen!


    Mit dem Unimog zu reisen, bedeutet entschleunigt zu reisen, aber mit viel Überblick. Das meine ich durchaus wörtlich: Man reist langsam, aber mit deutlich erhöhter Sitzposition. Man sieht also mehr und hat auch mehr Zeit, die Umgebung zu betrachten. Das Reisen im nicht lärmgedämmten Unimog ist laut. Da sollte man etwas tun, sonst kann das Reisen mit Unimog eher anstrengend sein.


    Hinsichtlich Geländegängigkeit lässt der Unimog wenig zu wünschen übrig, im Zweifel kann das Auto mehr, als der der Fahrer sich zutraut. Wattiefe ist schon im Standard (80 cm) recht beachtlich, die mit Wateinrichtung sollen sogar 120 cm können.


    Welcher Motor? Ist - in meinen Augen - (eher) eine Ansichtssache: Viele wollen auf der Autobahn mit dem normalen Lkw-Verkehr mitschwimmen, wenn sie an das eigentliche Reiseziel fahren. Das ist sowohl mit dem OM 352 als auch mit dem 366A nicht so einfach, weil Abregeldrehzahl und Gesamtübersetzung so ausgelegt sind, dass eine zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht wesentlich überschritten wird. Die liegt bei rd. 85 km/h, wenn man mit den 335/80 R20 Reifen fährt, mit 365/80 R20 ist ca. 6 km/h schneller - in der Ebene. An Steigungen sieht das deutlich anders aus, hier geht insbesondere dem OM352 schnell die Puste für zügiges Fahren aus. Der OM 352A hat mehr Leistung als der OM 366A, aber weniger Drehmoment. OM 352A findet man praktisch nur bei ehemaligen Feuerwehr-Fahrzeugen, dann manchmal sogar mit einer "schnellen" Achse. Diese Fahrzeuge laufen dann auch wirklich flott, während die oft beworbene "schnelle" Achse beim OM 366A eigentlich nur die geringere Abregeldrehzahl des OM 366A kompensiert. Von der Endgeschwindigkeit sind die Fahrzeuge mit OM 352 und OM 366A mehr oder weniger gleich.


    Weil die maximale Eingangsdrehzahl für das Getriebe beim OM 366A niedriger ist als beim OM 352(A) - 2400 U/min vs. 2800 U/min, eignet sich dieser Motor eher für den Einbau eines zusätzlichen Übersetzungsgetriebes. Dieses Getriebe, auch als Splitgetriebe bezeichnet, erlaubt es, in jedem Gang die Eingangsdrehzahl des Getriebes um 10% zu erhöhen und so a) eine feinere Abstufung des Getriebes zu erhalten und b) eine um ca. 10% höhere Endgeschwindigkeit zu erreichen bzw. mit geringerer Motordrehzahl (=weniger Motorenlärm) bei gewünschter Geschwindigkeit zu fahren. Zu dem Thema gibt es umfangreiche Diskussionen im Netz, weshalb ich hier auf keine Details eingehe.


    Gute Fahrzeuge - da wird es schwierig. In Frage kommen Bundeswehr, THW, Feuerwehren, sonstige Anbieter.

    Die Bundeswehr hat eine eigentümliche Strategie beim Verkauf ihrer Fahrzeuge verfolgt: Zunächst wurden Depotfahrzeuge versteigert, dann die von aufgelösten Einheiten und jetzt kommen die Fahrzeuge dran, die ausgemustert werden, im Klartext als Schrott angesehen werden. Die jetzt kommenden Fahrzeuge sind deshalb fast durchgängig älter als die vor einigen Jahren versteigerten, zudem meist in einem erbarmungswürdigen Zustand. Vielleicht ist zwischen denen, die jetzt von der VEBEG auf den Markt kommen, ab und an auch ein weniger verschlissenes Fahrzeug, aber was ich in Karlsruhe gesehen habe, war zum Davonlaufen. Trotz allem sind die Fahrzeuge nicht wirklich günstig.
    THW - durchgängig U1300L mit OM352, mit überwiegend erstaunlich hohen Laufleistungen und relativ alt. Rost, und den sollte man am Unimog nicht unterschätzen. Gefährdet sind in erster Linie das Fahrerhaus und die Kotflügel, alles aufwendig und gern an versteckten Stellen.

    Feuerwehren - In 2019 und Anfang 2020 hatten Gemeinden offensichtlich genügend Geld und Fördermittel, um den Fahrzeugbestand zu erneuern. Die von den Vorschriften her veralteten Unimogs wurden deshalb vielerorts durch neue Fahrzeuge ersetzt, sehr zum Leidwesen der Feuerwehrkommandanten. Sehr oft mit OM 352A, relativ geringen Fahrleistungen und typischerweise in einem relativ guten Allgemeinzustand. In den letzten Wochen sind auch 2 U1300L mit Doppelkabine auf Zoll-Auktion für jeweils rund 34.000 € versteigert worden.

    Sonstige Anbieter: Da muss man Glück haben. Es kommen immer wieder einige Behördenfahrzeuge in relativ gutem Zustand auf den Markt, die sind aber insgesamt selten. Auch werden mehr oder weniger gut ausgebaute Fahrzeuge von Eigentümern verkauft, weil sie das Reisen mit Unimog nicht mehr wollen und/oder können. Darüber hinaus gibt es natürlich Händler, die auf Versteigerungen Unimogs auf Vorrat gekauft haben und sie nach und nach auf den Markt bringen. Vor Fahrzeugen aus Braunkohletagebauen würde ich abraten, die sind typischerweise wirklich verbraucht. Bei Fahrzeugen aus dem Kommunaldienst muss man neben der Laufleistung auch die Betriebsstunden beachten, weil die gern als mobile Arbeitsmaschine genutzt wurden.


    Typischerweise liegt ein U1300L mit OM 352 bei einem Preis von um 19.000 €, ein U 1300L mit OM352A bei 22.000 € und der Kaufpreis für ein Fahrzeug mit OM 366A beginnt bei über 25.000 €. Doppelkabinen sind besonders gesucht, weil als Familienfahrzeuge geeignet, deren Preise liegen - nicht ausgebaut - typischerweise bei 33.000 € aufwärts.


    Zu den Baureihen: Der "klassische" Unimog als Off-Road-Reisefahrzeug ist einer mit einem Radstand von 3.250 mm, das ergibt einen guten Kompromiss zwischen Wendigkeit, Geländegängigkeit und Ausbau-/Aufbaufähigkeit. Lange Fahrgestelle gibt es bei den Baureihen 416, 424, 427, 435 und 437, daneben aber auch bei den Baureihen 408 und 418. Die Baureihe 416 hat ein sehr beengtes Fahrerhaus, das muss man mögen. 424 und 435 habe ein identisches Fahrerhaus, aber unterschiedlich breite Fahrgestelle. Die Spurbreite eines Unimogs der Baureihe 424 ist etwas schmaler als das der Baureihe 435. Der U1300L ist in aller Regel ein Fahrzeug der Baureihe 435. Ähnlich verhält es sich mit den Baureihen 427 und 437, die die Nachfolger der Baureihen 424 und 435 waren bzw. sind. Auch wenn Fahrzeuge der Baureihen 408 und 418 nicht wirklich häufig sind (es wurden sehr wenige gebaut), kommen immer wieder solche aus kommunaler Verwendung zur Versteigerung. Hier gibt es neben dem Thema Rost noch ein Thema mit der Verfügbarkeit von Ersatzteilen, insbesondere solchen mit Elektronik.


    So, ich hoffe, das hilft ein wenig zur Orientierung!


    Wünsche allen Mitlesenden einen guten Rutsch, alles Gute für 2021 und vor allem Gesundheit!


    Gruss

    Peter

    Hallo Rolf,


    herzlichen Glückwunsch! Eine wirklich sehr ansprechende Lösung, die mich ins Grübeln bringt, ob ich meine schwere Winde nicht doch ersetzen soll. Überschlägig würde ich mindestens rd. 100 bis 150 kg an Masse auf der Vorderachse sparen, bei Entfernung der Frontzapfwelle noch mehr. Einziger Nachteil - für die vergleichbare Reichweite der Werner Winde braucht man noch ein Reserveseil.


    Mal schauen! Ganz herzlichen Dank für den Fortschrittsbericht!


    Liebe Grüsse

    Peter

    Hallo Matthias,


    eine Zeit lang habe ich versucht, eine Art Marktübersicht bei Behördenfahrzeugen zu erstellen. Allerdings gab es keine Rückmeldungen, weshalb ich in letzter Zeit wenig Zeit in das Projekt investiert habe. Angeboten werden solche Behördenfahrzeuge in erster Linie von der VEBEG oder auf der Versteigerungsplattform "zoll-auktion".


    U1300L, die von der VEBEG angeboten werden, stammen überwiegend von der Bundeswehr. Während vor einigen Jahren die Bundeswehr noch relativ gut erhaltene Fahrzeuge - nicht nur Unimogs - abgab, sind die meisten zur Zeit versteigerten ex-Bundeswehrfahrzeuge "verbraucht". Eine gewisse Sonderstellung nimmt das Bundeswehrdepot in Karlsruhe-Knielingen ein. Dort stehen Fahrzeuge, die aus welchen Gründen auch immer überflüssig waren, entweder, weil sie verbraucht waren, weil die Einheit aufgelöst wurde oder weil sich der Einsatzzweck geändert hat. Selten kommen dort auch nahezu ungebrauchte Depotfahrzeuge zur Versteigerung. Wenn einem der Weg nach Karlsruhe nicht zu weit ist, sollte man bei Interesse dort mal hinfahren. Die Fahrzeuge im Bestand der Bundeswehr kann man nur besichtigen, Fahrzeuge in kommunalem Besitz kann man typischerweise Probefahren, zumindest einmal anlassen. Bei der VEBEG hat man nur einen "Schuss" bei der Versteigerung; man vor Ende der Auktion hat keinen Überblick über die Lage der Konkurrenzangebote und erfährt in der Regel 24h nach Ende der Auktion welches Gebot den Zuschlag erhielt.


    Bei zoll-auktion werden in erster Linie kommunale Fahrzeuge angeboten, seit gut einem Jahr sieht man dort recht häufig recht gut erhaltene Feuerwehrfahrzeuge mit relativ geringen Laufleistungen. Solltest Du z.B. an einem Unimog mit Doppelkabine Ausschau halten, ist zoll-auktion.de mit Sicherheit die Versteigerungsplattform der Wahl. Die Versteigerung bei zoll-auktion läuft im Prinzip ab wie bei ebay. Man muss also kurz vor Ende der Auktion online sein und die Gebotsentwicklung genau verfolgen.


    U1300L mit Motor OM352 kosteten in - nach der Beschreibung auf den Versteigerungsplattformen - halbwegs vernünftigem Zustand bis ca. 20.000 €. Die Bundeswehr erhielt die letzten U1300L mit OM352 im April 1987. Fahrzeuge mit Erstzulassungsdatum ab Juli 1987 sind in der Regel Unimogs mit dem OM366A, also einem 5,9l 6-Zylinder Dieselmotor mit Abgasturbolader. Von der Leistung her unterscheiden sich die Motoren nicht wesentlich, vom Drehmoment und den Leistungsreserven her schon. Deshalb sind die Fahrzeuge mit dem OM366A gesucht und deutlich teurer: Hier gingen in den letzten 2 Jahren die Preise bei 25.000 € erst los (jeweils incl. Umsatzsteuer).


    Feuerwehr-Unimogs haben eher selten den OM366A, dafür aber häufiger den OM352A, also den 5,6l, 6 Zylinder Dieselmotor mit Abgasturbolader. Der hat dann nicht nur 96kW Leistung, sondern 124 kW und 10% mehr Drehmoment als der Saugmotor. Da die Feuerwehrfahrzeuge wenig standardisiert waren, bestimmt nicht nur die Motorisierung den Preis. Im Moment wird auf zoll-auktion ein U1300L mit Doppelkabine, langem Radstand (3,7m) und OM352A angeboten. Meine Vermutung ist, dass das Fahrzeug bei einem Gebot um die 30.000 € den Zuschlag erhalten wird; die Auktion endet am 19.September.


    Wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Projekt, wenn Du Fragen hast, werden wir sicher gern versuchen, Dir zu helfen.


    Gruss

    Peter

    Hallo Markus,


    vllt nur ein Hinweis zur Materialwahl: Aluminium auf Stahl führt ohne ausreichende galvanische Trennung zu Bimetallkorrosion. Defender-Fahrer kennen das Problem, der echte Hummer hat diese Probleme übrigens auch. Schwachpunkte sind dabei meist Befestigungen, die durch beide Materialien führen und schlecht galvanisch zu isolieren sind.


    Deshalb würde ich mich entweder für die Materialkomination Alu/Alu entscheiden oder Stahlrohr/Edelstahlhaut.


    Bin gespannt, wie Dein Projekt fortschreitet.


    Gruss

    Peter

    Hallo Markus,


    der Pritschenboden hat die Abmessungen 3160 x 2260 mm, bei einer Länge von 3500 mm hat man einen beträchtlichen Überstand am Heck. Da könnten dann zusätzliche Massnahmen hinsichtlich Rückleuchten und Nummernschild erforderlich sein.


    Ja, FM 1 Kabine (von Zeppelin=Shelter) ist recht eng und hat für mich keine Stehhöhe, aber der Vorteile aus der Flexibilität hinsichtlich der Nutzung des Unimog überwiegen

    - in meinen Augen - deutlich die Nachteile. Aber es sei auch nicht verschwiegen, dass die Kabinen im Aussenmass recht hoch bauen. Das dürfte ähnlich für den Bauwagen zutreffen.

    Sollte ein Selbstbau in Frage kommen, würde ich mir auch diese Webseite ansehen: Stahlrahmen mit Edelstahlhaut.


    Viel Erfolg und Gruss

    Peter

    Hallo Chris,


    das sind keine schöne Nachrichten!<X Hoffentlich hat das Differential nichts abbekommen, zumindest sollte ja noch knapp ein Liter im Differential verblieben sein. Drücke also die Daumen, dass sich der Schaden in Grenzen hält. An das Schubrohr würde ich mich auch nicht ohne Weiteres wagen, die Teile sind schwer, die Verletzungsgefahr nicht unbeträchtlich.


    Viel Erfolg!

    Gruss

    Peter

    Hallo Christian,


    vermutlich weisst Du inzwischen schon mehr. :pff:


    Aber man weiss ja nie, und ich komme erst heute dazu, zu antworten: Das sieht nach dem Wellendichtring am Verteilergetriebe aus. Dass das Öl aus den Differentialen stammt, halte ich für eher unwahrscheinlich, weil die Schubrohre bei waagrechter Lage des Fahrzeugs zu den Achsen abfallen.


    Nun schreibst Du ja, dass der Unimog aber auf einer Schräge steht. Dann könnte in der Tat das Öl aus dem Differential der Hinterachse durch das Schubrohr geflossen sein. Deshalb mein Ratschlag: Ölstände in Differential und Getriebe kontrollieren. Wo mehr Öl fehlt, ist der Dichtring höchstwahrscheinlich defekt.


    Die Entlüftung der Vorgelege ist sicher nicht dafür verantwortlich. Manche, nicht alle, Vorgelege wirken - stark vereinfacht gesagt - wie Ölpumpen. Diese transportieren dann recht warmes Öl in die Achsen, was zu erhöhten Ölständen in den Differentialen führt und zu Schädigungen der Vorgelege führen kann. Dieses Öl kommt aber nur dann ins Schubrohr, wenn der Dichtring zwischen Diffential und Schubrohr defekt ist.


    Vermutlich kam die Antwort zu Deiner Frage aus der Werkstatt. Wäre trotzdem schön zu hören, welcher Dichtring der Verursacher war.


    Gruss

    Peter

    Hallo,


    eine zivile Zugöse mit 40 mm Innendurchmesser hat eine Bauhöhe von 30 mm, während die der NATO-Zugöse mit 76 mm Innendurchmesser 41 mm beträgt.


    Nun habe ich mir nochmals die Zeichungen der RO 227 bzw. der RO 226 angesehen. Bei der RO 226 ist eine vertikale Öffnung von 44 mm eingezeichnet, wobei dann der Kupplungsbolzen dann auch ganz im Kupplungsgehäuse versenkt sein müsste. Bei der RO 227 wird diese Grösse nur indirekt angegeben. Dort ist die Mitte der Kupplungsöffnung mit 15 mm angegeben, was auf die ausschliessliche Eignung für zivile 40 mm Zugösen hinweist.


    Im Zweifel würde ich bei Jost anrufen.


    Gruss

    Peter

    Hallo Harald,


    die Frage ist, welche Rockinger Kupplung an Deinem Unimog verbaut ist.


    Meine Unimog-Werkstatt hat mir eine Rockinger 256 verkauft, in dem Glauben, es handele sich um eine Rockinger 227. (Sowohl die als auch ich hätten ja mal auf das Typenschild schauen können;)). In die RO 256 passt ganz sicher keine NATO-Zugöse; das habe ich mit Hilfe der BW-Abschleppstange schon versucht.


    Die Rockinger 227 ist laut Datenblatt eindeutig sowohl für die 'zivile' 40 mm Zugöse als auch die 76 mm NATO-Zugöse geeignet.


    Die Rockinger 226 ist ebenfalls (lt. Datenblatt) für beide Zugösen geeignet, nur kann diese Kupplung praktisch keine Stützlast aufnehmen (zum Zweck der besseren Geländegängigkeit hat diese Kupplung ein Vertikalgelenk).


    Von daher bin ich mal auf die Erfahrungen von Tobi gespannt.


    Gruss

    Peter

    Hallo Alex,


    das schöne Wetter lud geradezu ein, die Kupplung mal auszuprobieren, ausserdem hatte ich die Abschleppstange schon lange nicht mehr aus dem Rohr herausgezogen...


    Etwas skeptisch war ich schon, als ich versuchte, die Stange in die Kupplung einzufädeln - das sah irgendwie nicht richtig aus. War es auch nicht!8| Ein Blick auf das Typenschild zeigte: Die Unimog-Werkstatt des Vertrauens hat mir keine Rockinger 227G110J, sondern eine Rockinger 256 G113 eingebaut. =O Panik bricht jetzt bei uns nicht aus, denn die Wahrscheinlichkeit, dass an unseren Unimog ein (militärischer) Anhänger angehängt wird, erscheint im Moment recht gering, ausserdem gibt es ja auch zivile Zugösen für die 1.5t Einachs-Anhänger.


    Aber zurück ztur Ausgangsfrage: Ein erneuter Blick in die Jost-Kupplungsübersicht erweckt bei mir weiterhin den Eindruck, dass die 227G110J sowohl für 40 mm zivile als auch 76 NATO-Zugösen geeignet ist, und zwar ohne Umbauten.


    Vielen Dank für das Aufgreifen des Themas, denn so gibt es wenigstens keine Überraschung, wenn jemand abgeschleppt werden müsste. ;)


    Gruss

    Peter

    Hallo Alex,


    in der Tat ist die orginal verbaute Hakenkupplung nicht zulassungs- und eintragungsfähig, auch wenn das ab und an durch Unkenntnis des Sachbearbeiters trotzdem erfolgt. Es fehlt schlicht die ECE-Zulassung, und die gibt es erst ab 2003.


    Die Rockinger 227 habe ich relativ günstig gebraucht bekommen können und auch am Fahrzeug verbaut. Allerdings habe ich noch nichts daran angehängt oder abgeschleppt. :huh: Mein Verständnis war, dass die Rockinger 227 ohne Umbau beide Ösen bedienen kann. Das Datenblatt und andere Hinweise zu dieser Kupplung habe ich also genauso gelesen wie Du.


    Allerdings scheint mir das ein recht typischer Fall von "Probieren geht über Studieren" zu sein. Werde - vielleicht sogar dieses Wochenende - mal versuchen, die Abschleppstange in die Kupplung einzuhängen - das sollte die Frage zur NATO-Öse beantworten. Die zivile Öse sollte ohnehin passen.


    Melde mich, sobald ich mehr weiss.


    Gruss

    Peter

    Hallo Georg,


    willkommen in unserem Forum mit Deinem echten Arbeitstier!


    Mit 1.790 gebauten Einheiten sicher einer der selteneren Unimogs, dafür mit Power und schweren Achsen.


    Gruss

    Peter

    Hallo Rolf,


    mein U1300L hat eine hydraulisch Werner-Frontseilwinde, deren Hydraulik allerdings durch eine Zapfwelle angetrieben wird. Die Winde (incl. Seil) wiegt rd. 200 kg (!) und ist vor dem Rahmen montiert. Die Länge des Fahrzeugs verlängert sich durch die Winde immerhin um 390 mm. Zumindest mir ist nicht bekannt, dass es bei dieser Variante des U1300L signifikante Probleme mit der Dauerfestigkeit der Art der Aufhängung gab bzw. gibt. Die Werner Winde führt allerdings zu einem Verlust von 10%-Punkten beim Böschungswinkel.


    Mir ist auf den Bildern von Mercedes und Hellgeth aufgefallen, dass dort hydraulische Winden montiert sind und keine elektrische Winden. Den Unterschied halte ich, angesichts der Erfahrung mit der recht schweren Werner-Winde für nicht ganz so entscheidend. Bei der Masse von 85kg einer elektrischen Winde in Vergleich zu rd. 200 kg bei der Werner-Winde sollte eine, sich an der Hellgeth-Lösung orientierende Aufhängung, mühlos auch dauerfest die Beanspruchung einer Wellblechpiste ertragen.


    Liebe Grüsse

    Peter

    Hallo Rolf,


    die Perspektive täuscht vermutlich etwas. Ausserdem ist der Radstand beim U4023/U5023 um 600mm länger; eine Verwindung gegen über dem vorderen Teil des Rahmens hat damit einen geringen Gradienten. Das wird dann in der Tat durch den "Hilfsrahmen" ausgeglichen.


    Abgesehen von der von Thomas angesprochenen Änderungen in der Anordnung der Aggregate und der Aufbauten dürfte der Rahmen aber insgesamt deutlich steigen sein: a) bei früheren Baumustern der Baureihe 437 ist auf Grund des weiteren Rahmens das Phänomen "Parkinson" unbekannt und b) zwischenzeitlich ist die zulässige Gesamtmasse deutlich gestiegen. Das wäre beides nicht ohne steifere Rahmenprofile gegangen.


    Möglich ist zusätzlich, dass durch andere Federn und Stabilisieren die Verschränkungsmöglichkeit des Fahrwerks ohne Inanspruchnahme des Rahmens gesteigert wurde. Aber das ist Spekulation.


    Viele Grüsse

    Peter

    Hallo Dieselfreunde,


    ganz sicher sind die Motoren unserer Fahrzeuge für andere Dieselqualitäten ausgelegt worden als diejenigen, die im Moment an der Tankstelle verkauft werden. Der Schwefelgehalt war deutlich höher (d.h. die Schmierwirkung des Kraftstoffs war besser), es gab keine Beimengungen von "Bio-Diesel".


    Von daher ist es vorstellbar, dass geeignete Additive bestimmte Eigenschaften des derzeit erhältlichen Kraftstoffs im Sinne der ursprünglichen Auslegung beeinflussen - wohlgemerkt: vorstellbar! Versuch macht klug, das Risiko ist überschaubar und sollte der Motor ruhiger laufen, wäre das ein Gewinn. Alles Liebe


    Insgesamt Positives habe ich von synthetischen Kraftstoffen gehört, wobei die etwas teurer sind als "normaler" Dieselkraftstoff, aber preislich in etwa vergleichbar mit dem "Premium"-Diesel der bekannten Markentankstellen. Aber hier steht der Selbstversuch noch aus.


    Erfahrungsberichte halte ich für wichtig; deshalb, Alex, vielen Dank für den Hinweis!


    Gruss

    Peter

    Werter Herr Stationsvorsteher!


    Herzlichen Dank für den interessanten Hinweis - dass gute Grundkenntnisse des Französischen für das Verständnis des Lesestoffs hilfreich sind, sei hier nur der Vollständigkeit halber angefügt! ;)


    Es hat etwas gedauert, bis ich herausgefunden habe, wofür das Akronym "CCF" steht: Camion Citerne Feux de Forêt, also ein Tanklösch-Fahrzeug (eigentlich: Lastwagen) für Waldbrände. Zum Leben wie Gott in Frankreich gehört auch das Ertragen der omnipräsenter Abkürzungen.


    Die Generalüberholung von Unimogs der Baureihe 417 einschliesslich Umbau zu Tanklöschfahrzeugen scheint dem Umstand geschuldet zu sein, dass vergleichbare Spezialfahrzeuge eine Breite von mindestens 2,5m aufweisen. Auf der Webseite fehlen allerdings Hinweise zur maximalen Körperlänge der Fahrzeugbesatzung.


    Gruss

    Peter

    Hallo Alex,


    herzlichen Glückwunsch zum Wunschfahrzeug, herzlich Willkommen hier im Forum und die besten Wünsche für sichere und möglichst pannenarme Fahrten.


    Spass ist eigentlich mit so einem Fahrzeug garantiert, im Positiven wie im Negativen. Das geht schon beim Getriebeölwechsel los!


    Die Schraube zur Kontrolle des Ölstands im Getriebe ist ja kaum zu übersehen, wenn man hinter dem Getriebe ist und in Fahrtrichtung blickt. Die Ablassschraube vom Verteilergetriebe befindet sich an der Vorderseite des Getriebes unterhalb vom Schubrohr, die Ablassschraube des (Haupt- bzw.) Planetengetriebes an der Seite. Der Blick in die TDv -12 (also Teil 1) hilft ungemein. Aber nur hinsichtlich der Einfüll- bzw. Ablassschrauben! Motoröl würde ich keinesfalls einfüllen! Hier sollte unbedingt ein von Mercedes freigegebenes Öl verwendet werden. Die Unimog Werkstätten verwenden das Castrol Syntrans 75W-85W, auch deshalb, weil das meist zu den besten Schalteigenschaften führt.


    Also gutes Gelingen für die ersten Wartungsarbeiten! Unbedingt solltest Du auch den Ölstand der Vorgelege kontrollieren, am Besten gleich wechseln. Bei Fragen bitte melden.


    Gruss

    Peter

    Hallo Markus,


    das ist die Datenkarte Deines Unimogs mit allen verbauten Sonderausstattungen und deren Zusammensetzung in Form von Teilenummern.


    Unbedingt aufheben, denn wenn etwas kaputt geht, weiss man zumindest, was ursprünglich verbaut wurde. Auch hast Du eine Übersicht über die Seriennummern von Motor, Getriebe und Achsen. Helmut Schmitz war so liebenswürdig und hat die u.a. Dein Fahrzeug betreffenden SA-Codes hier eingestellt.


    Normalerweise bekommt die Datenkarte man von der Bundeswehr nicht mitgeliefert und muss sich die dann über die Alttypenberatung beim Unimogmuseum in Gaggenau besorgen. Ist also wirklich hilfreich.


    Viel Spass beim Basteln!


    Gruss

    Peter

    Hallo Markus,


    MAN Kat 1, das hat was! Viel Freude mit dem Gefährt.


    Aber die Qual der Wahl sehe ich nicht: Wo es ganz eng wird den Landy, mit etwas mehr Weite den Unimog und wo Breite gar keine Rolle spielt, den 5 Tonner. Der nimmt den Defender doch einfach hinten auf der Ladefläche mit. ;)


    Vom taktischen Zeichen her scheint der MAN ja mehr in Niederungen gearbeitet zu haben. Dürfte auf jeden Fall nicht all zu viele km auf der Uhr haben, da er ja aus einer nicht-aktiven Einheit kommt.


    Übrigens, der Link bzw. Dateianhang aus Deinem vorherigen Beitrag funktioniert bei mir nicht. Vielleicht kannst Du mal danach schauen, dann antworte ich auch gern.


    Viele Grüsse

    Peter